3. Mai 2014, 17:05Uhr: Unerwartetes Anbaden für die Blowatzer Feuerwehr.

Die junge Reiterin stand bis zum Bauchnabel im Wasser des Breitlings neben ihrem Pferd "Julian" und war völlig aufgelöst und durchgefroren.

Denn zu dem Zeitpunkt, als wir eintrafen, war schon einige Zeit vergangen, seit sie ihren schwarzen Wallach in den Modder des Breitlings bei Strömkendorf geführt hatte.

Wir erlösten sie von ihrer Wache und gaben ihr erstmal eine warme Decke.

Wallach Julian im Wasser

Mit dem eingesunkenen und unterkühlten Tier hatten wir es schwerer. Es konnte erst nach einer Weile mit Hilfe untergezogener Feuerwehrschläuche und der vereinten Kraft von 15 Mann, Feuerwehrkameraden und Freunden des Pferdehalters, an das tragende Ufer gezogen werden. Dort konnte sich der völlig erschöpfte Wallach dann aus eigener Kraft aufrichten und seinen herbeigeholten Pferdeanhänger besteigen.

17. April 2014: Schon wieder ein Brand - zum Glück nicht von der bedrohlichen Sorte. Um 19:37Uhr wurde die Feuerwehr Blowatz zum Brand eines Baumes am Weg von Blowatz nach Damekow gerufen. Es brannte eine hohle, alte Weide, die rasch mit dem Löschwasservorrat an Bord und dem Schnellangriff gelöscht werden konnte.

Lösachen einer brennenden, hohlen Weide

Kein allzu bedrohlicher Einsatz, wie man den fröhlichen Kameraden Johann und Frank vom Angriffstrupp hier deutlich ansieht.

Die Brandursache war nicht ganz so harmlos: Am Brandort konnte die geplatzte Dose eines hochentzündlichen Deosprays sichergestellt werden. Vermutlich Kinder hatten mit Feuerzeug und Deospray gefährliche Experimente veranstaltet. Dasselbe "Spielchen" an einem anderen Ort hätte schwere Folgen haben können...

5. und 6. Dezember 2013: Sturmtief "Xaver" sorgt für mächtig Wind. Am Ende weiß man aber gar nicht so recht, wo mehr "Wind" war, draußen oder in den Medien.

Karte Norddeutschland Windprognose

In Hamburg übrtraf der Sturmflutpegel den Stand von 1961. Damals gab es über 300 Tote, diesmal keinen einzigen. Gute Arbeit gemacht, ihr Deichgrafen und Hydroingenieure!

Auch sonst kam Norddeutschland gimpflich davon. Die weitaus meisten Unfälle gab es durch Schnee und Glatteis. Dazu hätte es aber keines Orkans gebraucht... So blieb es durch den Wind bei relativ geringen Sachschäden.

In Blowatz passierte sogar - gar nichts! Mit vier Kameraden hielten wir am Donnerstag ab 15 Uhr Wache im Gerätehaus. Zwischendurch mehrere Inspektionsfahrten durch das Gemeindegebiet. Alle Bürger in ihren gemütlichen Wohnstuben. Um 23 Uhr brachen wir ab. Müde vom Nichtstun.

Aber gut, dass wir da waren, oder?

Am Freitag um 9:20 Uhr dann doch noch ein Einsatz. Der inzwischen gedrehte Xaver hatte doch noch ein paar Bäume umgeworfen.

4. April 2014, 13:33Uhr. Ich stand an der Kasse des Baumarktes, als der Alarm kam. Der Pieper zeigte den Text: "Einsatzalarm Alt Farpen Brand Holzstapel am Ortsausgang Richtung Robertsdorf"

Auf dem Weg zum Einsatzort hatte ich erst einen LKW und dann einen Bus vor mir. Keine Chance, schnell zum Gerätehaus zu kommen. So gehörte ich zu den nachrückenden Einsatzkräften. Da war das Wichtigste schon längst getan.

Mit nur vier Kameraden war die Blowatzer Wehr zum Einsatzort geeilt - keine Minute zu spät. In unmittelbarer Nähe zu einer gewerblich genutzten Halle brannte lichterloh ein Stapel Holz. Zuerst mit dem Wasser aus dem Fahrzeugtank, kurze Zeit später dann mit Hydrantenwasser, für dass die nachrückenden Kameraden aus Neuburg und Stove sorgten, wurde die Ausbreitung des Brandes auf weitere Holzvorräte und die Halle verhindert.

Nach etwa 2 Stunden konnten die Löscharbeiten, die zeitweilig von gewaltigen Dampfwolken begleitet wurden, beendet werden.

Es zeigt sich, dass der Wehrführer richtig gehandelt hat, als er dem schnellen Einsatz den Vorrang gegeben hat, anstatt auf verspätet eintreffende Kameraden zu warten. Wenn die Flammen auf die Halle übergegriffen hätten, unter dessen Vordach noch weitere Holzvorräte lagerten, wäre wohl kaum etwas zu retten gewesen.

Mein Einkaufswagen stand übrigens später noch so im Baumarkt, wie ich ihn verlassen hatte...

Frank Scholz

hier gibt es noch Fotos:

Am 28. Oktober 2013 machte das Sturmtief "Christian", das in weiten Teilen Europas teils schwere Verwüstungen anrichtete, auch um Blowatz keinen Bogen.

Aus dem ersten Alarm um 15:57Uhr wurde ein Kette von Einsätzen, bei denen insgesamt 9 große Bäume beseitigt werden mussten.
Eine schwere Baumkrone traf es in Dreveskirchen.
Eine Weide fiel am Weg Richtung Damekow.
4 Bäume waren am Buchenberg im Gemeindegebiet Neuburg zu beseitigen. Dort musste ein PKW wegen eines umgestürzten Baumes halten. Auf das haltende Auto fiel ein weiterer Baum, ein nachfolgender zweiter PKW wurde durch einen dritten Baum getroffen. war auch ein Baum auf ein Auto gestürzt. Die FFw Neuburg kam zur Hilfe. Während des Einsatzes stürzte ein vierter Baum auf das Fahrzeug der Neuburger Feuerwehr. Anschließend stürzten noch drei weitere Lärchen um.
Schließlich waren in Robertsdorf drei Pappeln zu beseitigen. Einsatzende war 20:45Uhr